2. Empathietraining - Sinnlichkeit macht Sinn

Sinnlichkeit macht Sinn

Wer Menschen führen oder coachen will, muss sie unverstellt wahrnehmen können. Der Coach muss wach und mit gelassener Konzentration auf das Geschehen bei seinem Coaching-Klienten sein und dessen Empfinden und Erleben mit- und nachspüren.

“Wer Empathie nicht zu äußern vermag, bleibt hilflos.” Der Coach lernt, Gefühle nicht nur wahrzunehmen, sondern sie auch knapp, klar und unverstellt ansprechen und benennen zu können. Die Sprache in Bildern gehört dabei zu seinem Handwerkszeug.

Empathie erzeugt Nähe. Im Baustein 2 wird daher thematisiert und bearbeitet, wie der Coach mit Nähe umgehen kann. Sie soll und kann Geborgenheit, Schutz oder Trost bedeuten, als Mitleid, Distanzlosigkeit oder Anbiederung jedoch verhindert sie die Entwicklung des Coaching-Klienten.

Die richtig verstandene Nähe bildet die Basis für gezieltes Probehandeln im Coaching-Prozess. Der Coach lernt, sich als Spielanbieter (Rollenspiel), als Auftraggeber (“Schreiben Sie ein Strategie-Papier, das Ihre Perspektiven rational umsetzt”) oder als Prüfstein (“Gut, ich bin Ihr Gegner, versuchen Sie mich zu überzeugen!”) einzubringen.

Die Themen und Trainingsinhalte des Bausteins 2 sind:

  • Wahrnehmung emotionaler Erlebnisinhalte beim Coaching-Klienten (Wachheit, Momentzentrierung)
  • Selbstwahrnehmung emotionaler Erlebnisinhalte während des Coaching-Prozesses
  • Verbalisation emotionaler Erlebnisinhalte (VEE) mit Hilfe verschiedener Methoden (beispielsweise durch den Gebrauch von Metaphern)
  • Der Umgang mit Nähe
  • Das Anregen von Differenzierung
  • Initiieren von spielerischem Lernen (Rollenspiele, Aufträge, Herausforderungen)
  • Arbeit mit sozialen Rollen (Figuren, Symbolen, …)


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