1. Selbstprüfung lernen - Gründe, Grenzen und Gelassenheit
Gründe, Grenzen und Gelassenheit
Wer Coach werden will, muss zu allererst an seiner Haltung arbeiten – Technik ohne Haltung ist wie Skifahren ohne Berg. Dazu ist eine gewissenhafte Selbstprüfung notwendig. Das bedeutet: sich erkennen, sich selbst kennen lernen, seine eigenen Motive (unter anderem für den Berufswunsch Coach) analysieren.
Unter der Anleitung der Ausbilder und zum Teil durch das Feedback der anderen lernen die Teilnehmer sich selbst besser kennen; sie werden behutsam dabei geführt, die eigenen inneren Anteile ihres Handelns im Coaching-Prozess betrachten und erspüren zu lernen (Helferimpulse, Versagensängste, Ungeduld, Sehnsucht nach Nähe, gewinnen wollen, das Vermeiden bestimmter Themen, das Festhalten an eigenen Meinungen und Einstellungen, um nur einige zu nennen.) Nur wer seine Gründe verstehen und “erleben” kann, nur wer seine Grenzen kennt, der kann in gelassener Betrachtung seiner selbst die Brücke zum Coaching-Klienten schlagen.
Der Coach kann dem Coaching-Klienten nur das “bieten”, was ihm selbst selbstverständlich ist. Wir arbeiten hier sozusagen von innen nach außen. Die Selbstreflexion anregen zu können, ist eine der wichtigsten Interventionskompetenzen, die in diesem Seminarbaustein erarbeitet wird. Im einzelnen:
- Selbstexploration anregen – den Coaching-Klienten zur Analyse seiner Motive anleiten
- Ruhe und Zuversicht vermitteln – gewissermaßen als Geschenk für den Coaching-Klienten
- Grenzen setzen
- Denk- und Handlungsprozesse erfragen – um dem Coaching-Klienten seine kognitiven Kompetenzen aufzuzeigen
- Wertvorstellungen ansprechen – um dem Coaching-Klienten die Vielfalt von Werten zu verdeutlichen und ihn anzuregen, diese frei auszuwählen
- Selbstöffnung vormachen – als Modell für den Coaching-Klienten
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